Was steht im Ausbildungsvertrag?

Einleitung

Du hast deine Zusage für einen Ausbildungsplatz bekommen? Glückwunsch! Bevor es losgeht, musst du noch deinen Ausbildungsvertrag unterschreiben. Aber was genau steht eigentlich in diesem Vertrag? Keine Sorge, wir erklären dir, worauf es ankommt und welche Punkte besonders wichtig sind.

Was ist ein Ausbildungsvertrag?

Der Ausbildungsvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dir und deinem Ausbildungsbetrieb. Er sorgt dafür, dass beide Seiten wissen, was sie erwartet. Ohne einen schriftlichen Ausbildungsvertrag kann eine Ausbildung gar nicht starten. Daher ist es wichtig, dass du den Vertrag gut durchliest, bevor du ihn unterschreibst.

Was steht alles im Ausbildungsvertrag?

Ein Ausbildungsvertrag enthält alle wichtigen Punkte zu deiner Ausbildung. Dazu gehören unter anderem:

  • Ausbildungsdauer: Hier steht, wie lange deine Ausbildung dauert. Üblich sind 2 bis 3,5 Jahre, je nach Beruf.
  • Ausbildungsziel: Es wird festgelegt, welchen Beruf du erlernen sollst.
  • Probezeit: Die ersten Monate gelten als Probezeit, in der beide Seiten die Ausbildung kündigen können.
  • Vergütung: Dein Gehalt während der Ausbildung wird hier genau aufgeführt. Oft wird auch geregelt, ob es Gehaltserhöhungen in den nächsten Lehrjahren gibt.
  • Arbeitszeiten: Wie viele Stunden du in der Woche arbeitest und ob du Schichtarbeit leisten musst.
  • Urlaubstage: Dein Anspruch auf Urlaub ist ebenfalls festgelegt. Minderjährige haben oft mehr Urlaubstage als Volljährige.
  • Pflichten des Betriebs: Der Betrieb verpflichtet sich, dich ordentlich auszubilden und dir die notwendigen Kenntnisse zu vermitteln.
  • Pflichten des Azubis: Dazu zählt, dass du pünktlich bist, deine Aufgaben erledigst und die Regeln im Betrieb einhältst.

Worauf solltest du achten?

Bevor du unterschreibst, solltest du den Vertrag aufmerksam durchlesen. Achte dabei besonders auf:

  1. Richtigkeit deiner Daten: Sind dein Name, Adresse und Geburtsdatum korrekt?
  2. Vergütung: Entspricht das Gehalt den Angaben aus dem Bewerbungsgespräch?
  3. Arbeitszeiten und Urlaub: Stimmen sie mit den gesetzlichen Vorgaben überein?
  4. Probezeit: Üblich sind 1 bis 4 Monate. Längere Probezeiten sind nicht erlaubt.
  5. Zusatzvereinbarungen: Gibt es Klauseln, die dich nach der Ausbildung binden? Lies diese genau durch.

Wenn dir etwas unklar ist, frage nach. Dein Ausbildungsbetrieb oder deine Eltern können dir weiterhelfen.

Was passiert nach der Unterschrift?

Sobald du und der Betrieb den Vertrag unterschrieben habt, wird er bei der zuständigen Kammer (z. B. IHK oder HWK) registriert. Erst dann ist der Vertrag rechtsgültig. Du bekommst ein Exemplar für deine Unterlagen – hebe dieses gut auf!

Fazit

Der Ausbildungsvertrag ist ein wichtiger Schritt in deine berufliche Zukunft. Lies ihn dir genau durch, kläre offene Fragen und achte darauf, dass alles korrekt und fair geregelt ist. Wenn du unsicher bist, kannst du dich auch an AzubiScout wenden. Auf unserer Website findest du hilfreiche Infos und Tipps rund um die Ausbildung.

Viel Erfolg für deinen Start in die Ausbildung!